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Standortbestimmung · 13.08.2026

Warum Shiihaa den Weg über die Stores verlässt

Ab jetzt läuft alles im Browser. Auf dem Handy als PWA, sonst als Website. Kein App Store, kein Play Store, keine native App.

Die Entscheidung ist am 31. Juli 2026 gefallen. Sie hat einen einfachen Grund.

Der Anspruch

Jeder Mensch mit Internetzugriff soll Shiihaa nutzen können. Kein Google-Konto, kein iPhone 17, keine bestimmte Marke. Ein Interface und Internetzugriff genügen.

Inklusiv, nicht exklusiv. Und ausdrücklich nicht kostenlos. Shiihaa soll Geld verdienen. Aber niemand wird durch sein Gerät, seine Plattform oder seine Leitung ausgeschlossen.

Was das konkret heisst

Fünf Kriterien, gegen die jede Änderung gehalten wird.

  1. Keine fremde Plattformidentität Kein Google-, Apple- oder sonstiges Fremdkonto ist nötig. Ein Shiihaa-eigenes Konto trägt das Geschäftsmodell. Die Bezahlung läuft über die eigene Website, nicht über App Store oder Play Store. Damit fällt auch die Plattformabgabe weg.
  2. Kein fremder Dienst beim Laden Schriften, Bibliotheken, Erkennungsmodelle sind frei lizenziert und werden selbst ausgeliefert. Bequemlichkeit ist kein Grund für einen Fremdhost. Einzige benannte Ausnahme ist Stripe. Stripe bewegt Geld, prüft Karten und steht für Rückbuchungen gerade. Das kann Shiihaa nicht selbst.
  3. Kein aktuelles Gerät nötig Was Hardware verlangt, fällt auf schwacher Hardware sauber weg, statt zu brechen.
  4. Wenig Bandbreite Ladegewicht ist ein Ausschlusskriterium, das niemandem eine Fehlermeldung zeigt.
  5. Offline lauffähig Nach dem ersten Besuch läuft das Wesentliche ohne Netz.

Was wir dafür aufgeben

Web Bluetooth fehlt auf iOS in jedem Browser, weil dort alle Browser WebKit erben. Auf dem iPhone gibt es also keine Sensormessung mit dem Brustgurt. Gemessen wird, wo eine echte Verbindung besteht: Desktop, Android, Chromium. Das iPhone bekommt alles andere und eine klare Ansage in der Oberfläche.

Keine Ersatzmessung, die schlechter ist als das Instrument verspricht. Lieber sagen, was fehlt, als eine Zahl anzeigen, die nicht gemessen wurde.

Auch HealthKit entfällt, und damit der Weg über die Apple Watch. Das ist verschmerzbar, weil die Uhr für das, was Shiihaa messen soll, ohnehin nicht präzise genug ist.

Warum jetzt

Der native Pfad war ein Umweg. Er hätte eine Store-Freigabe verlangt, eine Store-Abgabe gekostet, jede Änderung durch ein Review geschickt und uns an die Plattformregeln zweier Konzerne gebunden. Das lässt sich nicht mit dem Anspruch vereinbaren, dass jeder Mensch mit Internetzugriff Shiihaa nutzen können soll.

Der Browser tut, was Shiihaa braucht. Er läuft auf fast allem, was einen Bildschirm hat. Er verlangt kein Konto und keine Signatur. Er lässt sich als PWA installieren, ohne durch einen Store zu gehen. Und er hat mit Web Bluetooth den Zugriff auf die Sensorik, die für die Messung nötig ist. Überall ausser dort, wo Apple ihn blockiert.

Was das für die Nutzung ändert

Für die meisten Nutzer nichts Sichtbares. Die Adresse ändert sich nicht, die Bedienung nicht, der Preis nicht. Wer bisher über einen Store installiert hat, wird künftig über die Website installieren. Moderne Browser bieten das als „zum Homescreen hinzufügen" oder „App installieren" an.

Der Weg ist jetzt kürzer. Eine Änderung im Code ist am nächsten Tag beim Nutzer, ohne Review, ohne Wartezeit. Das kommt allem zugute, was noch kommt.