Atemgestaltung — coming soon

Atem-Instrument

shii · haa

shiihaa.app ist die tägliche Begleitung aus dem shiihaa Kosmos. Sie integriert Hintergründe, Wissen und Anwendungen rund um den Atem. In ihrem Zentrum arbeitet ein Instrument, das Wahrnehmung und Messung zusammenführt.

Von Felix Zeller.

Beispiel
ATEMZUG · 16,0 s

Kennwerte

  • AtemzugDauer je Zug. Zahl der Züge.
  • MusterBox-Atmung 4-4-4-4.
  • RhythmusAtemzuege pro Minute.
  • AmplitudeZug-Tiefe im Verlauf.
  • HRVHerzraten-Variabilitaet. Mit Brustgurt.
  • HerzrateSchlaege pro Minute. Mit Brustgurt.

Quelle: Mikrofon. HRV und Herzrate nur mit Brustgurt.

Das Mikrofon wird gebraucht. Die Aufnahme bleibt auf dem Gerät.

14 Tage kostenloser Vollzugriff. Es werden keine Kreditkartendaten abgefragt.

  • Premium

    CHF 25 · CHF 200

    Monat · Jahr

  • Kurs Mechanik

    CHF 30

    einmalig

Laeuft im Browser. Nach dem ersten Besuch auch ohne Netz.

Struktur

Drei Säulen.

01

Empfangen

Grundtexte. Der volle Atemzug.

  • EssaysWarum der Atem, Es atmet, Wir verlieren nichts, Angst vor KI.
  • AtemzugDer volle Atemzug.
  • GründerWer hinter Shiihaa steht.

02

Gestalten

Das Instrument.

  • Warm-UpKurze Sequenzen zum Vorbereiten.
  • AtmenFertigkeiten und freie Sessions mit Biofeedback.
  • KursMechanik, Ruhe, Energie.
  • WissenKapitel, Lernkarten, Studien.

03

Loslassen

Reflexion. Vorsorge.

  • ReflexionKurze Prompts nach Sessions.
  • VerfügungPatientenverfügung Schritt für Schritt.

Zugang

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Installation

Aus dem Browser. Auf jedem Gerät.

Als App auf dem Home-Bildschirm. Ohne App-Store. Ohne Konto beim Anbieter.

01

iPhone. iPad.

  1. Safari öffnen.
  2. Teilen-Symbol.
  3. Zum Home-Bildschirm.

02

Android.

  1. Chrome öffnen.
  2. Drei-Punkte-Menü.
  3. App installieren.

03

Mac. Windows. Linux.

  1. Chrome oder Edge.
  2. Installations-Symbol in der Adressleiste.
  3. Installieren.

Empfangen. Gestalten. Loslassen.

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BIOFEEDBACK Stimmungs-Check und Atem-Analyse INSTRUMENT — MESSEN UND GESTALTEN
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Reflexion · optional Fünf Fragen zu Werten und Loslassen
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Biofeedback mit shii · haa

Biofeedback ordnet Atemrhythmus und Atemtiefe aus dem Mikrofonsignal ein. Die Verarbeitung bleibt auf deinem Gerät.

Voraussetzungen

  • Ruhige Umgebung — möglichst wenig Wind, Lüfter oder andere Geräusche.
  • Gerät nahe am Körper — das Mikrofon bleibt nahe bei Mund und Atem.
  • Mikrofon-Erlaubnis — sie wird beim Start abgefragt.
  • Optional: Brustgurt — ein Bluetooth-Herzfrequenzsensor ergänzt die Herzraten-Variabilität.

So hört shii · haa deinen Atem

Atemgeräusche haben einen eigenen zeitlichen und klanglichen Verlauf. Die Auswertung trennt sie von Sprache und Umgebungsgeräuschen.

Die Verarbeitung der Audiodaten bleibt auf deinem Gerät. Weiterverarbeitet werden numerische Kennwerte.

Technische Details — für Interessierte

Die Atemerkennung arbeitet mit mehreren Kennwerten:

band
Energie im Frequenzband von 150 bis 2500 Hz.
baseline
Rollendes Minimum aus 120 Messwerten. Bei etwa 15 Messwerten pro Sekunde entspricht das etwa 8 Sekunden.
Δband
Die Differenz aus band und baseline zeigt den Anteil über dem Raumgrundgeräusch.
dyn / dynLong
Relative Veränderung über 10 beziehungsweise 45 Messwerte.
centroid
Spektraler Schwerpunkt. Für die aktuelle Filterung wird der Bereich von 180 bis 1400 Hz berücksichtigt.

Zusammen unterscheiden diese Kennwerte Atem von Sprache und Umgebungsgeräuschen.

Ablauf einer Session

  1. Kalibrierung
    Richte Mikrofon und Umgebung ein.
  2. Freie Übung
    Wähle eine Technik und atme in deinem Tempo.
  3. Auswertung
    Sieh den Verlauf der erfassten Atemphasen.
  4. Geführt
    Danach kannst du mit einer Führung weiteratmen.

Einstieg

Beginne mit einer freien Übung in ruhiger Umgebung.

Wähle für vergleichbare Sessions ähnliche Bedingungen.

Wähle eine Technik, deren Ablauf du kennst.

In dieser Fassung erkennt shii · haa den Atem regelbasiert. Ein zweites Verfahren räumt Störgeräusche aus. Mehr Aufgaben bekommt es später.

Diese Seite wird einmal pro Gerät gezeigt. Du findest sie jederzeit in deinem Profil.

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Dāna

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Was ist Dāna?

Dāna kommt aus dem Sanskrit und bedeutet Grosszügigkeit — das Geben ohne Erwartung. Du entscheidest, was dir die Reise wert ist.

  • Alle Atemgestaltungen
  • Warm-Up Intensiv
  • Alle Lernkarten & Essays
  • Session-Verlauf
  • Patientenverfügungs-Wizard
Atem-Coach

Premium

CHF 25/Mt.
oder CHF 200/Jahr (33% gespart)
  • Alles aus Dāna
  • Eigene Sessions gestalten
  • Biofeedback via Mikrofon
  • Adaptive Sessions
  • Stimmungs-Check (30s)
  • Stimmungsverlauf
  • Ratio-Training

Häufige Fragen

Kann ich jederzeit kündigen?

Ja, du kannst dein Abo jederzeit über "Abo verwalten" kündigen. Der Zugang bleibt bis zum Ende der Abrechnungsperiode bestehen.

Wie funktioniert die Zahlung?

Die Zahlung wird sicher über Stripe abgewickelt. Wir speichern keine Kreditkartendaten.

Kann ich den Plan wechseln?

Ja, du kannst jederzeit zwischen Dāna und Pro wechseln. Die Differenz wird anteilig berechnet.

01 · Pillar

Empfangen

Atem und Anfang.

Ein voller Atemzug

Zwerchfell senken, Thorax weiten, Brustkorb heben. Tippe auf eine Phase oder starte die Vorführung.

Ein voller Atemzug

Die drei Phasen der Einatmung

Tippe auf eine Phase oder starte die automatische Vorführung, um den vollen Atemzug zu erleben.

Übung des Tages

Kurze tägliche Praxis-Clips mit Atemkoordination. Neue Übungen kommen mit der Zeit dazu.

Essay I

Warum der Atem ein Geschenk ist

Du atmest gerade.

Du hast nicht darum gebeten und nichts dafür getan. Es geschieht, während du diesen Satz liest.

Die Beobachtung ist so einfach, dass man sie übergeht. Wer bei ihr bleibt, fängt an zu staunen.

Man braucht nichts

Vieles im Leben ist aufwendig geworden. Für Gesundheit gibt es eine App, für Ruhe eine Methode, für Selbsterkenntnis einen Kurs, für den inneren Frieden ein Retreat, einen Lehrer, eine Tradition und ein Abo.

Für den Atem braucht es nichts davon. Keine Matte, keine Technik, keinen Glauben, kein Vorwissen, keine Sprache, kein Geld. Kein bestimmtes Alter und keinen Körper, der auf eine bestimmte Art funktioniert. Du brauchst, was du schon hast.

Der Atem ist das Einzige im Leben, das ohne Bedingung da ist. Er war da, bevor du irgendetwas tun konntest. Ein Geschenk, für das man nichts leisten muss.

Das klingt einfach, und es ist einfach. Darin liegt seine Kraft.

Es verbindet uns

Der Atem gehört keiner Kultur, keiner Religion, keiner Altersgruppe, keinem Geschlecht. Er hängt an keinem Gesundheitszustand und an keiner Lebenslage.

Das Neugeborene in Zürich atmet. Das Kind in Nairobi atmet. Der alte Mann in Tokio atmet. Der Hund neben dir und der Vogel auf dem Dach atmen.

Alle teilen denselben Vorgang. Etwas kommt zu uns, ohne dass wir darum bitten. Etwas geht von uns, ohne dass wir es aufhalten können.

Einatmen. Ausatmen. Empfangen. Geben.

Wenn es etwas gibt, das jedes Lebewesen mit jedem anderen verbindet, dann dieser Vorgang. Er reicht weiter als jede Idee, jeder Glaube und jede Sprache. Er findet in jedem von uns statt, in diesem Moment.

Der Anfang der Komplexität

Aus dem Atem entsteht alles Weitere.

Der erste Atemzug bringt Leben. Der zweite bringt Bewusstsein, der dritte vielleicht schon den ersten Gedanken. Von da an beginnt, was Menschen ausmacht. Wir staunen, wir denken, wir erschaffen. Wir machen die Dinge kompliziert, und wir dürfen das. Auch das ist ein Geschenk.

Aus einem Atemzug wird eine Sprache. Aus der Sprache ein Gedicht, aus dem Gedicht eine Kultur, aus der Kultur eine Zivilisation. Und aus der Zivilisation irgendwann eine Maschine, die das alles nachbilden kann.

Diese Maschine macht vielen Menschen Angst. Wird sie uns ersetzen? Übernimmt sie unsere Arbeit, unser Denken, unser Schreiben, unser Gestalten? Macht sie uns überflüssig, weil sie alles besser kann?

Vieles kann sie besser. Schneller rechnen, schneller schreiben, schneller auswerten. Diese Seite setzen.

Aber sie atmet nicht.

Keine Maschine hat je einen Atemzug genommen. Keine Maschine hat je etwas empfangen, das ihr niemand gegeben hat. Keine Maschine kennt den Moment zwischen Einatmen und Ausatmen, die Pause, in der alles ruht.

Das ist der Unterschied.

Was uns zu Lebewesen macht, ist weder unsere Leistung noch unser Denken noch unsere Fähigkeit, Probleme zu lösen. Das kann eine Maschine auch, vielleicht besser. Was uns zu Lebewesen macht, kommt vor all dem: der Atem, der einfach da ist.

Alles, was wir erschaffen, von der Sprache bis zur künstlichen Intelligenz, zeigt, was Lebewesen können, wenn sie wollen. Der Anfang aber ist einfach.

Der Atem ist der Beginn, der Punkt, von dem aus alles andere möglich wird. Das Fundament stand, bevor wir zu bauen begannen.

Und man kann jederzeit dorthin zurück. Wie kompliziert das Leben auch geworden ist, wie verworren die Gedanken, wie laut die Welt: Ein Atemzug genügt.

Die Verwechslung

Es ist erstaunlich, was Menschen aus diesem Geschenk machen. So erstaunlich, dass wir anfangen, die Dinge zu verwechseln. Wir halten das, was wir erschaffen, für das, was wir sind.

Wir glauben, wir seien unsere Gedanken, Meinungen, Leistungen, unser Wissen. Wir identifizieren uns so stark mit dem, was aus dem Atem entstanden ist, dass wir den Atem selbst vergessen.

Dann geschieht etwas Seltsames. Wir glauben, Verstehen sei dasselbe wie Wahrheit. Wir kämen der Wirklichkeit näher, je mehr wir wissen. Das nächste Buch, die nächste Erkenntnis, die nächste Theorie bringe uns endlich dorthin, wo alles einen Sinn ergibt.

Das ist die Verwechslung.

Die Wirklichkeit war nie dort, wo das Denken hinzeigt. Sie war immer hier, in diesem Atemzug. In dem Moment, in dem etwas geschieht, das kein Konzept braucht, um wahr zu sein.

Der Atem ist kein Wissen, kein Verstehen und kein Ergebnis einer Überlegung. Er war vor dem Denken da und wird nach dem Denken noch da sein. Er ist die Erfahrung, die bleibt, wenn man alles andere weglässt.

Vielleicht ist er deshalb so schwer zu greifen. Er ist zu einfach für einen Verstand, der Komplexität braucht, um sich nützlich zu fühlen.

Darin liegt seine Kraft. Er ist das, was bleibt, wenn die Verwechslung aufhört.

Das Paradox

Jetzt kommt der Teil, der mich als Arzt beschäftigt.

Der Körper ist voller Systeme, die ohne uns arbeiten. Das Herz schlägt, und wir können es nicht anhalten. Die Leber entgiftet, und wir können sie nicht steuern. Die Verdauung arbeitet, und wir sehen ihr zu.

Der Atem geschieht ebenfalls ohne unser Zutun. Und er unterliegt gleichzeitig unserer Kontrolle.

Ich werde beatmet, und ich kann atmen.

In diesem einen Vorgang liegt die ganze Spannung unseres Daseins. Wir sind Empfänger und Gestalter zugleich. Wunder und Wille fallen zusammen.

Der Atem zeigt, was wir sind: Wesen, die etwas geschenkt bekommen und etwas daraus machen dürfen. Dürfen, ohne Pflicht.

Keine Anleitung

Dieser Text ist keine Anleitung. Ich sage nicht, wie man atmen soll, und ich sage nicht, dass man etwas verändern muss. Es gibt nichts zu optimieren.

Ich sage nur: Der Atem ist da. Er war immer da. Er braucht nichts von dir.

Vielleicht ist das die radikalste Aussage, die man heute machen kann. In einer Welt, die dir jeden Tag sagt, du seist nicht genug, du müsstest mehr tun, mehr wissen, mehr sein, gibt es diesen einen Vorgang, der seit deinem ersten Moment funktioniert. Ohne dein Zutun, ohne dein Verdienst, ohne Bedingung.

Der Atem ist ein Geschenk. Das einfachste, das es gibt, und das einzige, das wir alle teilen.

shii, das Einatmen. Empfangen.

haa, das Ausatmen. Geben.

Der Moment dazwischen: die Pause, in der alles ruht.

shii · haa, receive and give, and everything in between

Essay II

Es atmet, ich atme

Es gibt einen Satz, den ich seit Jahren mit mir trage. Er stammt von keinem Philosophen und aus keinem Buch. Er ist aus einer Beobachtung entstanden, die ich als Arzt immer wieder mache.

Es atmet, ich atme.

Vier Wörter, und in ihnen liegt alles.

Zwei Seiten

Der Körper ist ein stiller Arbeiter. Das meiste tut er ohne uns. Das Herz schlägt, die Nieren filtern, die Leber entgiftet, die Zellen teilen sich. Das geschieht, ob wir wollen oder nicht. Wir haben keine Wahl.

Beim Atem ist es anders.

Er geschieht von allein. Er holt Luft, während wir schlafen. Er passt sich an, wenn wir rennen, und wird langsamer, wenn wir zur Ruhe kommen. Um nichts davon bitten wir ihn.

Und gleichzeitig können wir ihn steuern. Tief einatmen, die Luft anhalten, langsam ausatmen. Wir brauchen ihn, um zu sprechen, zu singen, zu pfeifen, zu seufzen.

Kein anderes System im Körper lässt das zu. Das Herz können wir nicht anhalten, die Verdauung nicht beschleunigen, die Pupille nicht daran hindern, sich zu verengen. Den Atem aber können wir berühren.

Was das bedeutet

Ich glaube, das ist mehr als eine biologische Besonderheit. Der Atem zeigt etwas Grundlegendes über unser Dasein.

Wir sind Empfänger, und wir sind Gestalter. Beides gleichzeitig, in jedem Moment.

Etwas wird uns gegeben, ohne dass wir etwas dafür getan haben. Und wir dürfen etwas daraus machen, ohne dass uns jemand dazu zwingt.

Das ist keine Theorie. Man kann es an sich selbst beobachten, jetzt.

Atme ein. Dass du Luft brauchst, hast du nicht entschieden. Dass du gerade eingeatmet hast, schon.

Das ist das Paradox.

Was ich auf der Intensivstation gelernt habe

Auf der Intensivstation sieht man, was geschieht, wenn der Atem nicht mehr reicht.

Der Körper erledigt mit dem Atem zwei Aufgaben. Er bringt den Sauerstoff aus der Luft ins Blut und damit zu den Organen, und er gibt das Kohlendioxid ab, das im Stoffwechsel entsteht. Oxygenierung und Ventilation. Die beiden Vorgänge spielen so selbstverständlich zusammen, dass man sie im Alltag nie auseinanderhält; über ihre Bedeutung lassen sich Bücher füllen, und es gibt sie. Wichtig ist: Der Körper überwacht vor allem das Kohlendioxid im Blut und regelt darüber die Atmung. Die Versorgung mit Sauerstoff folgt dieser Regelung.

Bei einer Ateminsuffizienz versagt die Versorgung mit Sauerstoff, die Regelung des Kohlendioxids oder beides. Die Atemmuskulatur erschöpft sich; das Zwerchfell, das seit dem ersten Atemzug ohne Pause arbeitet, kann nicht mehr. Oder die Lunge selbst ist geschädigt, entzündet, mit Flüssigkeit gefüllt, in ihrer Oberfläche zerstört. Der Gasaustausch bricht zusammen. Der Sauerstoff im Blut sinkt, das Kohlendioxid steigt. Der Körper gerät in eine Kaskade, die sich selbst beschleunigt.

Der Puls steigt, die Atemfrequenz steigt. Der Körper setzt alles ein, was er hat: die Hilfsmuskeln am Hals, zwischen den Rippen, in der Bauchdecke. Man sieht es. Die Nasenflügel blähen sich, die Haut zwischen den Rippen zieht sich ein, der Mensch richtet sich auf, stützt sich ab, kämpft. Der Körper schreit, ohne einen Laut.

Dafür gibt es eine technische Lösung.

Ein Beatmungsgerät übernimmt beides, Ventilation und Oxygenierung. Es drückt Luft in die Lunge, mit einem Druck, den wir genau einstellen. Es reichert die Luft mit Sauerstoff an, weit über das hinaus, was die Atmosphäre bietet. Es hält die Lungenbläschen offen, die sonst zusammenfallen würden. Es überwacht jeden Atemzug, jede Kurve, jedes Verhältnis.

Es rettet Leben, jeden Tag.

Und es hat einen Preis.

Der Druck, der die Lunge offen hält, kann sie verletzen. Die Lungenbläschen sind hauchdünn und für maschinellen Druck nicht gemacht. Sie können überdehnt werden und reissen. Was als Rettung beginnt, kann zur Schädigung werden; wir nennen das beatmungsinduzierte Lungenschädigung. Die Maschine, die den Atem ersetzt, kann das Organ beschädigen, das sie schützen soll.

Dazu kommt der Mensch, der beatmet wird. Die Atemmuskulatur, die nicht mehr arbeiten muss, baut ab, innerhalb von Stunden. Das Zwerchfell wird dünner und schwächer. Die Entwöhnung von der Maschine wird zur Aufgabe, manchmal zur grössten.

Und die Atemstörung selbst richtet im Körper etwas an. Zu wenig Sauerstoff, und das Herz schlägt schneller, der Sauerstoffverbrauch steigt weiter. Zu viel Kohlendioxid, und das Blut wird sauer, die Gefässe weiten sich, das Bewusstsein trübt ein; eine respiratorische Azidose, der Körper im chemischen Ungleichgewicht, weil der Atem versagt. Umgekehrt senkt zu schnelles Atmen, die Hyperventilation, das Kohlendioxid zu stark. Die Gefässe verengen sich, dem Gehirn fehlt Blut, obwohl Sauerstoff im Überfluss da ist.

Ein System von grosser Genauigkeit und grosser Verletzlichkeit.

Das ist die Welt, in der ich gelernt habe. Zahlen, Kurven, Drücke, Gasanalysen. Die technische Beherrschung dessen, was im gesunden Körper einfach geschieht.

Darin liegt die Lektion.

Wir können den Atem ersetzen. Technisch, maschinell, vorübergehend. Wir können Sauerstoff liefern, Kohlendioxid abtransportieren, Drücke regeln, Kurven überwachen. Das Geschenk können wir nicht nachbauen. Die Maschine wird nie das sein, was der eigene Atem ist: mühelos, still, selbstverständlich. Etwas, das kommt, ohne zu fordern, und da ist, ohne zu schaden.

Die Intensivstation hat mir gezeigt, dass der Atem, der einfach geschieht, dieser leise Vorgang, den wir jeden Tag übersehen, ein Meisterwerk ist. Physiologisch, messbar. Man begreift es, wenn es fehlt.

Beatmet werden

Wir werden alle beatmet, und das nicht erst auf der Intensivstation.

Von der Geburt an geschieht der Atem ohne unser Zutun. Wir haben ihn nicht bestellt und nicht erarbeitet. Er wurde uns gegeben, wie das Leben selbst.

Das ist die eine Seite: Wir empfangen. Ununterbrochen, ohne Gegenleistung.

Jeder Atemzug im Schlaf ist ein Geschenk. Jeder Atemzug beim Weinen ist ein Geschenk. Jeder Atemzug, der kommt, obwohl wir nicht mehr wollen, ist ein Geschenk.

Man muss das nicht schön finden, man muss es nicht einmal mögen. Man kann es beobachten. Wer es beobachtet, erkennt: Da arbeitet etwas für mich. Es gibt mich nicht auf. Es macht weiter, auch wenn ich nicht kann.

Atmen können

Dann die andere Seite.

Wir können den Atem verändern, weil wir es dürfen. Vertiefen, verlangsamen, beschleunigen. Wir formen mit ihm ein Wort, singen einen Ton, blasen eine Kerze aus, schreien jemanden an, beruhigen jemanden.

Was wir mit dem Atem tun, zeigt, wer wir gerade sind.

Der aufgeregte Mensch atmet schnell und flach. Der ruhige tief und langsam. Der traurige hält den Atem an, als wollte er die Zeit anhalten. Der wütende presst die Luft heraus, als könnte er damit etwas loswerden.

Der Atem zeigt, wo wir stehen. Und er zeigt, dass wir dort nicht bleiben müssen.

Wir können ihn beobachten, und wir können ihn verändern. Damit verändern wir uns selbst, für diesen Moment.

Ein gewollter Atemzug ist vielleicht die kleinste Handlung, die ein Mensch vollziehen kann. Und zugleich die grösste. Sie sagt: Ich bin hier. Ich nehme teil.

Die Brücke

Es atmet, ich atme.

Der Satz beschreibt keine medizinische Situation. Er beschreibt unser ganzes Dasein.

Wir stehen auf einer Brücke. Auf der einen Seite das Geschenk, das ohne unser Zutun da ist. Auf der anderen die Gestaltung, das, was wir daraus machen.

Der Atem ist diese Brücke. Er verbindet, was wir empfangen, mit dem, was wir geben. Was wir nicht kontrollieren, mit dem, was wir gestalten dürfen. Das Wunder mit dem Willen.

Die Brücke ist immer da. Man muss sie weder suchen noch bauen. Ein Atemzug, und man steht darauf.

Kein Ratschlag

Ich sage nicht, dass man anders atmen soll, und ich sage nicht, dass man öfter an den Atem denken soll. Ich sage nicht, dass irgendetwas im Leben besser wird, wenn man eine Atemgestaltung macht.

Ich sage nur: Es gibt dieses Paradox. Es ist in dir, es war immer in dir. Und es sagt etwas über dich, das keine Maschine, kein Buch und kein anderer Mensch dir sagen kann.

Es atmet, ich atme.

Du bist Empfänger und Gestalter. Geschenk und Entscheidung. Gleichzeitig, in diesem Moment und in jedem.

shii, das Einatmen. Empfangen.

haa, das Ausatmen. Geben.

Der Moment dazwischen: die Brücke, auf der wir stehen.

shii · haa, receive and give, and everything in between

Essay III

Wir verlieren nichts, weil wir es nie besessen haben

Irgendwann hört es auf.

Der Atem, der seit dem ersten Moment da war, ohne Pause, ohne Bedingung, ohne dass du je darum bitten musstest, wird aufhören. Das ist keine Drohung und keine Tragödie. Es ist, was geschieht.

Die meisten von uns haben Angst davor.

Was wir glauben zu verlieren

Wir sagen: Ich verliere mein Leben, meine Gesundheit, die Menschen, die ich liebe. Ich verliere mich selbst.

Stimmt das?

Hat dir das Leben je gehört? Hast du es gekauft, verdient, erarbeitet? Gibt es einen Vertrag, der dir garantiert, dass es bleibt?

Der Atem kam zu dir, ohne dass du darum gebeten hast. Er war ein Geschenk. Ein Geschenk, das man empfängt, ist etwas anderes als ein Besitz, den man erwirbt.

Wir behandeln das Leben wie Eigentum und sind erschüttert, wenn es geht. Vielleicht liegt die Erschütterung weniger darin, dass etwas genommen wird, als darin, dass wir geglaubt haben, es gehöre uns.

Was ich als Arzt sehe

Ich begleite Menschen am Ende ihres Lebens. Nicht jeden Tag, aber oft genug, um etwas zu beobachten, das mich nicht mehr loslässt.

Am meisten leiden selten die Kränksten. Am meisten leiden die, die am meisten festhalten.

An der Vorstellung, wie es sein sollte. An der Hoffnung, dass es doch noch anders kommt. An dem Bild, das sie von sich hatten: stark, unabhängig, in Kontrolle.

Und dann gibt es andere. Menschen, die irgendwann aufhören zu kämpfen, weil sie etwas verstanden haben, das schwer in Worte zu fassen ist.

Sie verstehen, dass sie die Kontrolle nie hatten. Dass der Atem nie ihnen gehört hat. Dass das, was jetzt geschieht, dieses langsame Zurückgeben, derselbe Vorgang ist, der ihr ganzes Leben lang stattgefunden hat.

Einatmen. Ausatmen. Empfangen. Geben.

Nur dass diesmal auf das Ausatmen kein Einatmen folgt.

Der letzte Atemzug

Ich habe letzte Atemzüge gesehen. Nicht viele, aber genug.

Es ist nie so, wie man es sich vorstellt. Es ist weder dramatisch noch laut. Meistens ist es so leise, dass man es fast verpasst.

Ein Ausatmen. Dann Stille.

Kein Kampf, kein Moment, in dem das Leben gerissen wird. Eher kehrt etwas zurück. Als ginge der Atem dorthin, woher er gekommen ist. Ruhig, selbstverständlich, wie ein Gast, der leise die Tür schliesst.

Das klingt vielleicht zu friedlich. Nicht jeder Tod ist friedlich, nicht jeder Abschied sanft. Ich habe auch das andere gesehen, die Angst, den Schmerz, das Ringen.

Aber auch dann endet es gleich. Mit einem Ausatmen. Mit einem Geben. Mit einem Loslassen, das uns nicht mehr gehört.

Loslassen üben

Wir üben das Loslassen jeden Tag und merken es nicht.

Jedes Ausatmen ist ein Loslassen. Jedes Mal, wenn die Luft den Körper verlässt, geben wir zurück, was uns gegeben wurde. Wir halten es nicht fest, wir können es nicht festhalten, und wir versuchen es nicht.

Stell dir vor, du würdest den Atem behalten wollen. Nur einatmen, nie ausatmen. Nur empfangen, nie geben. Es geht nicht.

Das Leben funktioniert wie der Atem. Es kommt und geht, es fliesst. Und es fliesst nur, weil wir loslassen, ob wir wollen oder nicht.

Der Atem lehrt das. Still, ohne Worte, ohne Philosophie. Einfach dadurch, dass er ist, was er ist.

Die Verfügung

Es gibt ein Dokument, das viele Menschen vor sich herschieben: die Patientenverfügung. Man soll aufschreiben, was geschehen soll, wenn man nicht mehr selbst entscheiden kann.

Die meisten schieben es auf, weil es sich anfühlt wie ein Eingeständnis. Als öffnete man dem Tod die Tür, indem man es aufschreibt. Als beschleunigte das Nachdenken über das Ende das Ende.

Vielleicht ist es umgekehrt.

Vielleicht ist eine Patientenverfügung ein Dokument über das Leben. Über die Frage: Wie will ich empfangen und geben, wenn sich die Dinge verändern? Was ist mir wichtig, wenn ich nicht mehr alles kontrollieren kann? Was sollen die Menschen, die mich lieben, über mich wissen, über meine Wünsche, über das, was mir Frieden gibt?

Eine Patientenverfügung ist ein Atemzug. Ein Moment, in dem man sagt: Ich habe verstanden, dass der Atem ein Geschenk ist, das nie mir gehört hat und das weitergeht, auch wenn mein Körper aufhört.

Ohne Furcht

In shii · haa steckt eine Idee, die mir wichtig ist. Ohne Furcht leben. Ohne Furcht loslassen.

Trauer bleibt, Schmerz bleibt, die Sehnsucht bleibt, dass es anders wäre. Was wegfällt, ist die Furcht, die aus dem Festhalten entsteht.

Wenn du weisst, dass der Atem nie dir gehört hat, dass er immer ein Geschenk war, das kam und ging und kam und ging, verändert sich etwas. Die Tatsache bleibt, dass es aufhört. Der Blick darauf verändert sich.

Du verlierst nichts, weil du nie etwas besessen hast.

Du gibst zurück, was dir gegeben wurde. So wie dein ganzes Leben lang, mit jedem Ausatmen, mit jedem Loslassen, mit jedem Moment, in dem du nicht festgehalten hast.

Kein letztes Wort

Dieser Text ist kein Ratgeber für den Tod und keine Anleitung für das Sterben. Er will auch nicht beruhigen. Es wird nichts Schlimmes geschehen.

Ich sage nur: Der Atem zeigt, wie Loslassen geht. Er tut es in jeder Sekunde, ohne Drama, ohne Angst, ohne den Versuch, etwas festzuhalten, das sich nicht festhalten lässt.

Und vielleicht ist der letzte Atemzug das Ende einer gemeinsamen Reise. Das Ankommen. Der Moment, in dem das, was uns begleitet hat, das Spiel verlässt und das Leben weiterträgt.

shii, das Einatmen. Empfangen.

haa, das Ausatmen. Geben.

Irgendwann das letzte haa. Und die Stille danach.

shii · haa, receive and give, and everything in between

Essay IV

Angst vor KI heisst Angst vor dir selbst

Was macht der Gedanke an die Zukunft mit dir, an eine Zukunft, in der künstliche Intelligenz vieles bestimmt? Bei vielen Menschen entsteht daraus Sorge, manchmal Angst.

Selten die panische, schlaflose Art. Eher ein Unbehagen. Das Gefühl, dass sich etwas verschiebt, das du nicht kontrollieren kannst. Dass etwas entsteht, das grösser ist als du, schneller, mächtiger.

Ich verstehe das. Die Angst ist berechtigt. Sie zeigt nur an einen anderen Ort, als du denkst. Sie zeigt auf dich.

Der Spiegel

KI ist ein Werkzeug. Der Satz klingt banal, und die meisten hören bei ihm auf zu denken. Ein Werkzeug wie ein Hammer, wie Feuer, wie die Druckerpresse, die Dampfmaschine, das Internet.

Jedes dieser Werkzeuge hat die Welt verändert, und jedes Mal hatten die Menschen Angst. Weniger vor dem Werkzeug als vor dem, was sie damit anstellen würden. Vor dem, was es über sie verrät.

Die Druckerpresse hat Bibeln verbreitet und Propaganda. Das Internet hat Wissen für alle zugänglich gemacht und Hass vervielfacht. KI verstärkt, was wir hineingeben: unsere Klarheit oder unsere Verwirrung, unsere Grosszügigkeit oder unsere Gier.

Wer Angst hat, was KI mit der Menschheit macht, hat Angst, was die Menschheit mit sich selbst macht. Die Maschine ist der Spiegel.

Die Projektion

Wir übertragen auf KI, was wir an uns selbst nicht anschauen wollen.

Die Angst, nicht mehr gebraucht zu werden. Die Angst, ersetzbar zu sein. Die Angst, dass das, was wir jahrelang gelernt und geübt haben, plötzlich nichts mehr wert ist. Dass unser Wert als Mensch davon abhängt, ob wir etwas Verwertbares herstellen.

Hängt er davon ab?

Wenn eine Maschine deine Arbeit besser macht als du: Sagt das etwas über die Maschine? Oder darüber, dass du deinen Wert an deine Arbeit geknüpft hast?

Vielleicht zwingt uns KI zu einer Frage, die wir seit Jahrhunderten vor uns herschieben. Was bin ich, wenn ich nichts leiste? Was bleibt, wenn die Funktion wegfällt?

Was bleibt

Der Atem.

Das klingt zu einfach, ich weiss.

Keine Maschine der Welt kann für dich atmen. Luft in deine Lunge pumpen kann ein Beatmungsgerät. Aber die Luft durch die Nase strömen lassen und es merken. Die Pause zwischen Ein- und Ausatmung wahrnehmen. An der eigenen Gestalt Freude haben. Das kannst nur du.

Das ist das Menschliche vor allem anderen. Dein Erleben, dein Bewusstsein, dein Dasein. Arbeit, Produktivität und Wissen kommen danach.

Dorthin kommt KI nicht.

Das Paradox

Ich bin Arzt. Kein Programmierer, kein Techniker; von der Technik verstehe ich, ehrlich gesagt, wenig.

Und ausgerechnet ich habe mit Hilfe von KI eine App gebaut. Eine, die Menschen hilft, zu ihrem Atem zurückzufinden. Sie fördert das Menschlichste, und sie ist mit der Technik entstanden, vor der sich viele fürchten.

Auf den ersten Blick ein Widerspruch. Er verschwindet, sobald man aufhört, KI als Konkurrentin zu sehen. Es geht um den Menschen mit der Maschine.

KI hat mir ermöglicht, etwas umzusetzen, für das ich allein Jahre gebraucht hätte. Meine Begabung liegt woanders: beim Zuhören, beim Verstehen, was Menschen brauchen, wenn die Medizin an ihre Grenzen kommt. KI hat die technische Hürde entfernt. Geblieben bin ich, mit meiner Erfahrung.

Für mich ist das eine Befreiung.

Die Befreiung

Stell dir vor, du musst nicht mehr acht Stunden am Tag etwas tun, das dich auszehrt. Die sich wiederholenden, energieraubenden Aufgaben erledigt eine Maschine, und du hast Zeit für das, wofür du da bist.

Kein Ausbrennen, weil der Körper Dinge tut, die der Geist ablehnt. Kein Frust, weil das Leben für Arbeit vergeht, die niemanden berührt. Stattdessen Zeit für das, was nur du kannst: da sein, fühlen, gestalten.

Das ist das Geschenk, das KI uns machen kann. Wenn wir es annehmen.

Wenn

Hier liegt der Haken, im Wenn. KI macht von sich aus nichts besser. Sie verstärkt, was da ist. Wo Gier ist, verstärkt sie Gier. Wo Angst ist, Angst. Wo Kontrolle ist, Kontrolle.

Die Frage lautet deshalb weniger, was KI mit uns macht. Sie lautet: Was machen wir mit uns?

Aber die anderen

Vielleicht sagst du jetzt: Schön und gut. Aber was soll ich dagegen tun, dass andere ihre Gier ausleben? Dass Konzerne KI nutzen, um zu kontrollieren, zu manipulieren, sich zu bereichern? Was hilft mein Atem gegen eine Welt, die aus den Fugen gerät?

Nichts. Und alles.

Die Gier anderer kannst du nicht abstellen. Die Welt kannst du nicht kontrollieren, das konntest du nie. Aber du kannst bei dir anfangen, und das wirkt weiter als jeder Protest, jede Petition, jede Debatte.

Ein Mensch, der frei von Angst ist, strahlt das aus. Ein Mensch, den weder Ehrgeiz noch Sorge noch die Gier nach mehr treibt, verändert jeden Raum, den er betritt. Ohne Argumente, durch sein Dasein.

Das ist Erfahrung. Wer einmal neben einem wirklich ruhigen Menschen gesessen hat, weiss es. Ruhe steckt an. Gegenwart steckt an. Freiheit steckt an.

Jeder fängt bei sich an, bei seinem Atem, bei seiner Gestaltung. Und bringt diese Gestalt dann in die Welt: frei von Angst und Sorge, von Ehrgeiz und Kontrolle. Sie belehrt niemanden. Sie lebt, und das genügt.

Ein Atemzug, eine Gestalt

shii · haa ist mein Versuch. Ein Atemzug, aufgeschrieben in Code, mit Hilfe eines Werkzeugs, das ich nicht verstehe und das mich trotzdem verstanden hat. Entstanden aus der Zusammenarbeit zwischen einem Arzt und einer Maschine.

Das ist die Gestalt, die daraus geworden ist. Unfertig und ehrlich. Sie will nichts beweisen.

Und jetzt lasse ich los.

Ich gebe sie in die Welt, ohne zu wissen, was daraus wird. Festhalten hat keinen Sinn. Was aus einem aufrichtigen Impuls entstanden ist, findet seinen Weg; darauf vertraue ich.

Wir empfangen, wir gestalten, wir lassen los.

Vielleicht ist das ein Atemzug, vielleicht eine Anregung, vielleicht keins von beidem. Aber es ist da. Und es atmet.

Zurück zum Atem

Deine Angst vor KI ist berechtigt und fehlgeleitet. Richte sie nach innen. Frag dich, wer du bist, wenn alles wegfällt, was eine Maschine übernehmen kann. Dann atme.

Was du dort findest, kann dir niemand nehmen. Keine Maschine, kein Algorithmus, keine Zukunft, kein anderer Mensch mit seiner Gier.

Fang bei dir an. Atme. Gestalte. Lass los.

Was daraus wird, ist nicht mehr deine Sache. Es war immer grösser als du, seit deinem ersten Atemzug.

shii, das Einatmen. Empfangen.

haa, das Ausatmen. Geben.

Irgendwann das letzte haa. Und die Stille danach.

shii · haa, receive and give, and everything in between

Engineering Blog

How We Solved iOS Audio Analysis for Breathwork Biofeedback

Real-time breath detection sounds straightforward until you try to ship it on iOS.

Our app, shii·haa, guides users through breathwork and provides live biofeedback — it needs to hear you breathe and respond, frame by frame. In the browser, this is about twenty lines of Web Audio API code. On iOS inside a Capacitor app, it turned into a deep engineering challenge that ended with us writing a native Swift plugin and open-sourcing it.

The Challenge

shii·haa is a breathwork and biofeedback app built with Capacitor, running as a progressive web app, an iOS app, and an Android app from a single codebase. One of its core features is real-time audio analysis: the app listens to the user's breathing through the microphone, computes the energy envelope of the signal, and uses that to detect inhale and exhale phases.

On the web, this works beautifully. The Web Audio API's AnalyserNode gives you a frequency-domain or time-domain buffer every animation frame. You compute the RMS of the time-domain signal, apply a short rolling average, and you have a breath curve.

Then we packaged the app for iOS. That's when things stopped working.

The Bug

Inside a Capacitor iOS app, the web content runs in a WKWebView. Apple's WKWebView supports getUserMedia starting with iOS 14.5. So microphone access works. The stream arrives. The AudioContext creates. No errors are thrown.

But the AnalyserNode returns garbage.

getByteTimeDomainData() fills its array entirely with 128 — the silence value. getByteFrequencyData() returns all zeros. No matter how loudly you breathe, the data never changes.

This is a known WebKit bug. The audio stream from getUserMedia inside WKWebView is not actually routed into the Web Audio graph. The MediaStreamSourceNode receives the stream, no exception is raised, but the audio samples are silent placeholders.

The fundamental problem is architectural. WKWebView runs web content in a separate process for security. When you call getUserMedia, the microphone permission is granted to the host app process, not the renderer. Audio gets bridged across the process boundary for playback and WebRTC — but not for AnalyserNode analysis.

What We Tried (and Failed)

getUserMedia constraints: Every combination of echoCancellation, noiseSuppression, autoGainControl — same silent data.

ScriptProcessorNode: The deprecated but still functional alternative to AnalyserNode. Same problem — the audio samples reaching the callback were flat zeros.

cordova-plugin-audioinput: Routes audio through a native capture path. Partially worked but fragile, with unpredictable latency and timing issues.

GainNode amplification: When the input buffer is all zeros, amplifying by 50x still gives you zeros.

The Solution: Native AVAudioEngine

The insight: the microphone is working. The OS is capturing audio. The problem is purely about getting that data into JavaScript. We didn't need the Web Audio API — we needed to bypass WKWebView's broken bridge entirely.

We wrote a native Capacitor plugin in Swift that:

  1. Opens the microphone using AVAudioEngine
  2. Installs a tap on the input node that fires on every audio buffer
  3. Computes RMS in Swift (fast, low-overhead)
  4. Emits the result to JavaScript via Capacitor events
Microphone
    ↓
AVAudioEngine.inputNode
    ↓  (installTap — native audio thread)
RMS computation in Swift
    ↓
Capacitor notifyListeners()
    ↓
JavaScript event handler

No getUserMedia. No AnalyserNode. No broken bridge. The audio never touches the WebView's audio graph.

Installation

npm install @shiihaa/capacitor-audio-analysis
npx cap sync

Usage

import { AudioAnalysis } from '@shiihaa/capacitor-audio-analysis';

await AudioAnalysis.addListener('audioData', (data) => {
  const level = data.rms;
  updateBreathCurve(level);
});

await AudioAnalysis.start({ gain: 8.0 });

The Result: Three-Signal Breath Detection

After integrating the plugin, real-time breath detection on iOS worked immediately. But we didn't stop at audio. shii·haa uses a three-signal approach:

Signal 1 — Microphone energy (via this plugin): The RMS envelope of breathing sounds, smoothed to filter noise transients.

Signal 2 — Heart rate variability via BLE: We connect to Garmin, Polar, and Wahoo chest straps over Bluetooth Low Energy and stream real-time R-R intervals. During inhalation, heart rate naturally accelerates; during exhalation, it decelerates. This is Respiratory Sinus Arrhythmia (RSA) — a well-characterized physiological coupling.

Signal 3 — Energy trend analysis: Peak detection in the audio signal identifies breath transitions without requiring silence between inhale and exhale.

When all three signals agree on a phase transition, the biofeedback is accurate enough for clinical-grade guidance.

Open Source

We've open-sourced the plugin because this is a problem every Capacitor developer building audio features on iOS will hit.

npm: @shiihaa/capacitor-audio-analysis

GitHub: shiihaa-app/capacitor-audio-analysis

MIT licensed. Contributions welcome — especially Android native paths, additional audio metrics, and cross-device testing.

"shii... haa."

Insights

Beyond the Timer: How Biofeedback Changes Everything About Breathwork Apps

You’ve been here before. Deadline approaching, shoulders up around your ears, chest tight. Someone tells you to take a deep breath. So you try. And then you wonder: did that actually do anything?

Most breathwork apps are glorified timers. They show you an animation, tell you when to inhale and exhale, and leave you to guess whether your nervous system got the memo. shii·haa works differently. Instead of simply telling you when to breathe, it listens — and then shows you what your body is actually doing.

What Makes shii·haa Different

The core insight is simple but significant: breathing exercises only work if your body responds to them. The question was never how to breathe. It was always: is it working?

shii·haa answers that question in real time through two channels.

The first is your microphone. The app detects the sound of your breath — the gentle turbulence of air moving through your nose and mouth — and translates that into a live rhythm signal. No wearable required. Just breathe normally.

The second is your heart. Connect a Bluetooth chest strap — Garmin, Polar, Wahoo, or any standard BLE heart rate monitor — and the app reads your heartbeats one by one. Not an average, but a living, moment-to-moment signal that changes with every breath.

Alone, each signal tells you something. Together, they tell you something remarkable.

The Science: Respiratory Sinus Arrhythmia

Your heart rate is not steady. Even sitting still, your heartbeats speed up slightly when you inhale and slow down when you exhale. This is called Respiratory Sinus Arrhythmia (RSA) — not a medical problem, but a sign of a healthy, flexible nervous system.

The vagus nerve modulates your heart rate in sync with your breathing. When that coupling is strong, your body is in a state of physiological coherence: calm, regulated, resilient. When you’re chronically stressed, that coupling weakens. Your heart rate variability flattens.

This is exactly what clinical biofeedback therapists measure — using equipment that costs thousands of euros and sessions at €150–200 each. shii·haa brings that same measurement to your phone.

When you breathe slowly — five to six breaths per minute — and your exhale is slightly longer than your inhale, your heart and breathing fall into natural resonance. You can feel it as calm clarity. With shii·haa, you can also see it.

The Stimmungs-Check: Start Where You Are

Before choosing a technique, you need to know where you’re starting from. That’s the Stimmungs-Check — thirty seconds of free breathing. No instructions, no pattern. Just breathe naturally while the app listens.

It analyzes:

  • Breathing rate — how many breaths per minute?
  • Inhale-to-exhale ratio — are your exhales longer, or are you holding without realizing?
  • Regularity — consistent or erratic and shallow?
  • Cardiac response — how strongly is your heart responding to each breath?

Then it gives you a personalized recommendation. Not the same sequence every day. A suggestion built on what your body just told it.

Three Signals, One Picture

Sound is the most immediate. The microphone hears the acoustics of your breath and translates it into a rhythm the app can track. It tells the app exactly when you inhale and exhale, down to the second.

Heart rate is the deeper layer. Beat by beat, the app watches how your cardiac rhythm rises and falls with your breathing. This is where the biofeedback becomes genuinely clinical.

Pattern recognition ties it together. The app recognizes the shape of your breathing — peaks, valleys, rhythm — and identifies whether you’re moving toward coherence or away from it.

When all three signals agree, the picture is remarkably clear. When your breathing is smooth and your heart rises and falls in step with each breath, you’re in coherence — and you can feel it, because that feeling has a name: calm.

How a Session Works

A biofeedback session in shii·haa follows a natural arc — from listening, to understanding, to guided practice.

1. Calibrate

Every session begins with a few seconds of calibration. Hold your phone about 30 cm in front of you. Be still for a moment, then breathe normally. The app learns the difference between silence and your breath — your personal baseline, in this room, right now. If you’re wearing a chest strap, it picks up your resting heart rate at the same time.

2. Breathe Freely

Then you breathe — however you want. There’s no timer telling you when to inhale or exhale. The app watches and listens, tracking your natural rhythm in real time. The breathing circle expands and contracts with your actual breath. The oscillograph shows your audio signal. If a chest strap is connected, your heart rate pulses alongside it.

This is the exploration phase. You discover your own pattern without being told what it should be.

3. Analyze

After the free session, shii·haa shows you what it observed:

  • Breathing rate — your actual breaths per minute
  • I:E ratio — how your inhale compares to your exhale
  • Regularity — how consistent your rhythm was
  • HRV metrics — RMSSD, SDNN, and coherence score (with chest strap)
  • RSA correlation — how tightly your heart followed your breath

These aren’t abstract numbers. They’re a mirror. You see exactly how your body responded to your breathing — and where there’s room to go deeper.

4. Your Rhythm, Your Ratios

Here is where shii·haa does something no other breathwork app does.

Every technique in the app — 4-7-8 relaxation, box breathing, coherence, resonance, and many more — has a defined ratio: the relationship between inhale, hold, exhale, and pause. A 4-7-8 pattern means inhaling for one unit, holding for 1.75 units, and exhaling for two units. That ratio is what creates the physiological effect. Not the absolute duration.

Most apps tell everyone to breathe 4 seconds in, 7 seconds hold, 8 seconds out. But if your natural inhale is 3 seconds, forcing a 4-second inhale creates tension. If your natural rhythm is slower, 4 seconds feels rushed. The technique fights your body instead of working with it.

shii·haa takes a different approach. You start by breathing a technique freely — at your own pace, guided by the ratios but not locked to a metronome. The app observes your natural tempo: how long your inhales actually take, how your body settles into the pattern. It measures your personal base rhythm.

Then, for the guided session, the app adapts the absolute timings to your rhythm. If your natural inhale is 3.2 seconds and the technique calls for a 1:1.75:2 ratio, the guided session becomes 3.2s inhale, 5.6s hold, 6.4s exhale. The ratio stays precise. The tempo becomes yours.

The app corrects the ratios — not your rhythm. If your exhale was too short relative to the pattern, it gently extends it. If your hold was cut short, it adds a moment. But the fundamental pace stays anchored to how you actually breathe.

This matters more than most people realize. The ratio between inhale and exhale determines the autonomic effect: a longer exhale activates the parasympathetic nervous system (calming), equal phases create balance (focus), emphasis on the inhale activates the sympathetic system (energy). The absolute seconds are just a vehicle for the ratio. Your body doesn’t care whether you breathe in for 4 seconds or 3.2 seconds. It cares about the Gestalt of the breath.

And with the biofeedback running throughout, you can verify it in real time. Watch your HRV improve, your coherence score rise, your heart-breath coupling strengthen — all at a pace that feels natural, not forced.

That’s the difference between following a timer and being guided by your own body. Proof, not hope. Your rhythm, not someone else’s.

Who This Is For

Anyone who wants to know if their breathing practice is actually working.

People with anxiety who want evidence that “just breathe” actually helps. Athletes who track HRV for performance. Meditators who want to watch their nervous system settle. People with insomnia who use breathwork before bed. And curious humans who want to understand how their body works.

You don’t need a clinical diagnosis. You just need to be a person with a nervous system.

Built by a Doctor, Not a Startup

shii·haa was created by Felix Zeller — intensive care physician, internist and emergency physician, now in private practice as a general practitioner, based in Zürich.

Felix built this because he saw what clinical biofeedback could do for patients in real distress — and then watched those same patients go home without any way to continue. The equipment was too expensive. The sessions too infrequent. The gap between clinical insight and everyday life too wide.

shii·haa is his attempt to close that gap. Not a simplified version of biofeedback, but a genuine measurement tool that happens to live in your pocket.

Try It

shiihaa.app — runs in Chrome, no install needed. iOS and Android apps also available.

A Bluetooth chest strap is optional but recommended for full biofeedback. Any standard BLE heart rate monitor works. Dāna pricing — pay what you wish.

The next time you take a deep breath, you don’t have to wonder if it worked. Your body will show you.

Engineering Blog

From RMS thresholds to a rhythm-aware state machine

Detecting breath phases sounds easy — until the user actually breathes.

Four months ago we shipped real-time audio biofeedback on iOS. A native Swift plugin, a clean RMS envelope, a threshold, a phase. The first engineering post told that story: how we bypassed WKWebView’s broken Web Audio bridge with AVAudioEngine and open-sourced the result.

That was the easy part.

This post is about the harder part that followed: teaching the same app to reliably hear five different breathing techniques — coherence, 4-7-8, box breathing, the energy-breathing pattern, and the physiological sigh — across two audio themes, in kitchens with running dishwashers, in offices with ventilation fans, with nose-breathers and mouth-breathers, people who exhale like a whisper and people who exhale like a steam engine.

It’s the story of how a system that “mostly works” became one that works the same way for every technique, for every user, every time. And of where machine learning quietly fits in.

The Setup

shii·haa’s guided sessions are personalized. You breathe a technique freely first, the app measures your natural tempo, and then the guided breath-work adapts its absolute timings to your body while preserving the technique’s ratio. A 4-7-8 session for you might become 3.2 s inhale / 5.6 s hold / 6.4 s exhale — ratio preserved, tempo yours.

For that to work, the detector must answer one question reliably:

“Is the user currently inhaling, exhaling, holding, or paused — right now?”

Four states. Five techniques. Two audio themes. Ambient noise. Microphones ranging from AirPods to a phone on a yoga mat.

Our first version solved this the obvious way: RMS envelope + a fixed threshold. Above threshold → active. Below → silent. A state machine cycled through the technique’s phases in order. For coherence breathing — a gentle, symmetric 5.5 breaths per minute — it was beautiful. For everything else it was brittle.

What Broke

Three failure modes, captured on video, taught us what was actually wrong.

Failure 1 — The Quiet Exhale Tail

With a microphone 30 cm away, a relaxed exhale tapers off into a tail 6–8 dB quieter than the inhale peak. A symmetric threshold would catch the inhale cleanly and then drop the last 30 % of the exhale below threshold — the state machine would see silent, advance to “hold”, and the real exhale would keep going into the next phase.

We fixed this with an asymmetric threshold. thHigh gates phase entry, thLow (about 65 % of thHigh) gates phase exit. Schmitt-trigger hysteresis. You only realise you need it when you watch a real user’s exhale die quietly under the mic.

Failure 2 — The Physiological Sigh That Never Finished a Cycle

The physiological sigh has three phases with ratio [1, 0.5, 3] — a short inhale, a shorter “top-up” inhale, a long relaxed exhale. Our generic formula for minimum valid cycle duration multiplied base-tempo × ratio-sum × safety-factor and came out at 6.75 seconds.

But a real sigh takes 4–7 seconds. Every single cycle the detector completed was discarded by the guard if (cycleMs < techMinCycleMs) return;. The cycle counter sat at zero while the state machine, visibly, worked.

The fix was simple in code — a special case for the ein+ phase — and humbling in principle: you cannot derive a minimum cycle duration from the ratio alone. Physiology dictates the floor. The ratio just tells you the shape.

Failure 3 — The State That Refused to Move

Box breathing. Continuous mouth breathing in the energy pattern (3:2 inhale/exhale, no hold). Band energy 4.4, smoothed envelope 2.1, clearly above threshold. And yet the state machine sat in the “silent after inhale” slot for three, four, sometimes five seconds before advancing.

The bug was subtle. Moving from an active phase back to silence required ACTIVE_CONFIRM_MS (600 ms) of uninterrupted above-threshold signal. Continuous mouth breathing dips briefly (~80 ms) between inhale and exhale. That micro-dip reset the confirmation timer. The machine would never accumulate 600 ms of cleanness in a row.

This one required a real architectural shift.

From Reactive Threshold to Rhythm-Aware State Machine

The deepest thing we learned: thresholds describe sound; rhythm describes breath. A detector that only reacts to instantaneous amplitude will always lag, misclassify, or stall when the signal is noisy. A detector that builds expectations from rhythm — where valleys should be, how long a phase should plausibly last — can commit decisions earlier and more confidently.

1. The Prep Phase as Synchronization Anchor

Instead of dropping users straight into free-breathing, the detector now inserts a 3-second prep phase before active detection. The UI says “Atme noch einmal ganz aus…” and the app uses those 3 seconds to:

  • Measure the last exhale peak and its spectral centroid — a per-user, per-session acoustic fingerprint stored as _userExhaleCentroid.
  • Establish a deterministic mapping: active1 = inhale, active2 = exhale. No more guessing.

Prep is enabled for coherence, 4-7-8, box, and energy breathing. Skipped for the physiological sigh, which physiologically cannot start with “last exhale”.

2. The Valley-Rhythm Gate

For techniques without holds, we replaced “change phase when signal crosses threshold” with “change phase when the envelope shows a local valley and at least 60 % of the expected phase duration has elapsed.” Expected duration comes from the user’s measured tempo × the technique’s ratio.

if (isActive && valley && !techHasHold) {
      const phaseElapsed = now - _phaseStartMs;
      const minPhaseDuration = _targetPhaseMs * 0.60;
      if (phaseElapsed >= minPhaseDuration) {
        advancePhase();
      }
    }

This one change eliminated a whole class of phase-flaps we had been papering over with longer smoothing windows.

3. The Valley-Rescue for Stuck States

For the energy-breathing failure mode, the valley detector pulls double duty. If the machine is in silent1 or silent2, the user is past the active phase, and the active phase reached ≥ 60 % of target duration, a valley triggers immediate rescue transition — no 600 ms confirmation required. Gated on !techHasHold so 4-7-8 and box still honour their real hold phases.

Where Machine Learning Fits — Honestly

We have a machine learning module in production. We also do not yet let it drive decisions. Both are intentional — and the reasoning became the foundation for how we plan to publish this work.

The two-stage framing. The rule-based detector is not just the shipping product. It is also, deliberately, a qualified labeling substrate for the ML that comes next. We first validate the detector against a clinical reference. Then — and only then — we use the labels it produces to train a personalized model, on a dataset whose label quality we have already measured. This inverts the standard “unvalidated labels in, unvalidated model out” loop that limits most mobile-audio ML work. Both stages are designed to be peer-reviewed and published — substrate-qualification paper first (under preparation), personalized-continual-learning paper second. Full framing in the research pitch (PDF, German).

What exists today:

  • breath-ml.js, an adaptive module running an AudioWorklet at 16 kHz with YAMNet-compatible mel-spectrogram parameters (64 bands, 60–7800 Hz).
  • Real 1024-dimensional YAMNet embeddings extracted per 1-second window and stored in IndexedDB.
  • A trainable head — Dense(1024 → 64, swish) → Dropout(0.3) → Dense(64 → 4, softmax) — trained on each user’s own data.
  • A quality-tiered label system (Gold = BLE-HRV-confirmed, Silver = plausible + high-confidence). Training uses Gold + Silver only.
  • An A/B shadow evaluator logging agreement/disagreement. Never overrides the state machine.

The deterministic detector, after the fixes above, hits 94–99 % cycle regularity in real field tests. We’d rather ship a reliable rule-based system and let the ML model earn its decisions through measurable lift than flip a switch and debug regressions in production biofeedback.

What’s next for the ML side:

  • Duration correction for passive (quiet) breathing. Embeddings carry phase information that RMS doesn’t.
  • Clinical validation study, pending ethics approval. Prospective single-arm, N ≈ 30, in Switzerland. Chest-belt reference, dual primary/secondary endpoints.
  • On-device technique recommendation in the Stimmungs-Check.
  • Sleep-breathing detection.

The integration pattern: ML informs the state machine, never replaces it. The state machine is the fallback we can reason about. The ML module is a probabilistic sensor it consults when signal is ambiguous. That’s the only model we’re willing to ship on something people trust with their nervous system.

The validation study we are now planning has two pre-specified aims. Primary: quantify per-phase detection accuracy against a synchronized chest-belt reference (Polar H10 + Vernier Go Direct Respiration Belt, 50 Hz) in three nested acoustic settings, including scripted kitchen-style noise. Secondary: quantify Cohen’s κ between the rule-based labels and the chest-belt reference, per technique × setting cell. Cells that clear a pre-specified κ threshold (lower bound of 95% CI ≥ 0.85) are declared ML-ready and feed the personalized-continual-learning study that follows. Cells that don’t are excluded from ML training and become targeted engineering work.

Framed this way, the study does two things with one cohort. It produces the accuracy number the product needs. It also produces the qualified label dataset the next paper needs. That is the efficiency we were willing to wait six months of engineering to earn.

And it matters beyond us. The same two-stage protocol — validate a deterministic detector first, then use its qualified labels to train personalized ML — generalizes to cough, sleep breathing, voice, and any other constrained-device audio signal where ground truth is expensive. That is the research contribution. The app is the vehicle; the methodology is the point.

Lessons

  1. Thresholds model sound, not breath. Build rhythm expectations early.
  2. Asymmetric thresholds are free performance. Two constants, one category of bugs gone.
  3. Synchronization anchors beat heuristics. A 3-second prep phase beats any “guess the phase” logic.
  4. Ratios don’t give you minimum cycle duration. Absolute physiological floors must be encoded per technique.
  5. Ship the deterministic system first. Let the model prove itself in shadow.

Open Source, Again

The native iOS audio plugin is still open: @shiihaa/capacitor-audio-analysis — MIT licensed.

The detector logic lives in the shii·haa app itself (closed source for now), but the architectural patterns are general. If you’re building real-time breath or voice detection on a constrained device, the three techniques above — prep-phase anchor, valley-rhythm gate, valley-rescue — are a starting point that will save you weeks.

If you’re working on something similar and stuck, I’m always happy to look at an oscillogram. Felix — felix@shiihaa.app.

Try shii·haa at shiihaa.app — runs in Chrome, no install needed. iOS and Android apps also available. Dāna pricing. Built for anyone who wants to breathe more consciously — from the curious beginner to the clinician. The clinical-validation work described above funds and de-risks what the app already delivers for free.

“shii… haa.”

Der Gründer

Felix Zeller

Ich bin Felix — Arzt, Psychologe und der Mensch hinter shii · haa.

Nach 11 Jahren praktischer medizinischer Tätigkeit in Spitälern, im bodengebundenen Rettungsdienst und in der Flugrettung möchte ich das teilen, was für mich der gemeinsame Nenner ist — das, was uns alle verbindet und worauf jeder jederzeit zugreifen kann: den Atem.

Warum shii · haa

In all den Jahren in der Medizin habe ich eines immer deutlicher gesehen: Wir sind gut darin, Krankheiten zu behandeln. Aber wir tun fast nichts dafür, Menschen gesund zu halten.

Der Atem ist das einfachste Instrument, das wir besitzen. Und gleichzeitig das wirksamste — um das Leben einfacher zu machen, Vertrauen zu stärken, Spannungen, Sorgen und Ängste zu reduzieren und uns insgesamt beweglicher zu machen.

Ich habe shii · haa vor allem aus persönlichen Gründen entwickelt. Keine Perfektion, kein definiertes Ziel — einfach eine Anregung, um selbst zu gestalten.

Ich stehe am Anfang

shii · haa ist kein fertiges Produkt. Es ist der Beginn einer Reise — und ich stehe selbst am Anfang. Ich lerne jeden Tag dazu. Ich probiere aus, verwerfe, gestalte neu.

Was mich antreibt, ist eine einfache Überzeugung: Der Atem verbindet uns. Er ist das Geschenk, das wir teilen — und die Atemgestaltung ist etwas, das wir uns und anderen schenken können.

Loslassen — die Patientenverfügung

Es gibt ein Thema, über das fast niemand gerne spricht. Als Arzt habe ich erlebt, wie schwer es ist, diese Gespräche zu führen — und als Mensch weiss ich, wie schwer es ist, sich ihnen zu stellen. Was soll geschehen, wenn ich nicht mehr selbst entscheiden kann?

Viele schieben diesen Gedanken auf. Aus Angst. Aus Überforderung. Oder einfach, weil es nie der richtige Moment scheint. Und dann, wenn es darauf ankommt, fehlt genau das: Klarheit.

Die Patientenverfügung in shii · haa ist kein juristisches Formular, das man pflichtbewusst ausfüllt und dann vergisst. Es ist eine Einladung, sich mit dem eigenen Leben auseinanderzusetzen — sanft, in deinem Tempo, mit Fragen, die dich begleiten statt bedrängen.

Ich glaube: Wer loslassen kann, lebt freier. Eine Patientenverfügung ist keine Aufgabe der Angst — sie ist ein Akt der Fürsorge. Für dich und für die Menschen, die du liebst.

Gemeinsam auf dem Weg

Ich stehe am Anfang einer Reise und freue mich über jeden, der mich begleitet. shii · haa entsteht nicht im stillen Kämmerlein — es entsteht mit dir. Dein Feedback, deine Erfahrungen, deine Fragen fliessen ein.

Zeige mir, welche Gestalt dein Atem annimmt.

Empfangen. Gestalten. Loslassen.

— Felix

Über shii · haa

receive and give — and everything in between

Die Philosophie

Der Atem wird uns bei der Geburt geschenkt — die Atemgestaltung schenken wir uns gegenseitig.

shii · haa ist der Klang des Atems. Einatmen — shii. Ausatmen — haa. Dazwischen: ein Punkt, ein Innehalten, ein ganzes Leben.

Der Atem ist das einzige Geschenk, das uns von der ersten bis zur letzten Sekunde begleitet. Wir besitzen ihn nie — wir empfangen ihn und geben ihn zurück. In diesem Rhythmus liegt alles: Leben und Loslassen, Empfangen und Geben.

Der Ursprung

Alles begann mit einer einfachen Übung: den Atem anhalten. Geführte Atemsessions, die Stretching, Meditation und bewusstes Atmen verbanden — 30 Minuten am Tag. Das hat mein Leben verändert. Nicht ein bisschen, sondern grundlegend.

Es war so kraftvoll, dass ich es sofort weitergeben musste — an meine Frau, meinen Schwager, meinen besten Freund. Zu Weihnachten, zum Geburtstag. Bis heute bin ich überzeugt: Es ist das einzige und beste Geschenk, das wir einem Menschen machen können.

Aus dieser Überzeugung entstand shii · haa — eine Plattform, die Atemgestaltung nicht nur als Tool verkauft, sondern als Geschenk versteht. Etwas, das man empfängt und weitergibt.

Was wir tun

Empfangen

Der Atem wird uns geschenkt — bei der Geburt, ohne dass wir danach fragen. Philosophie und Weitergabe.

Gestalten

Geführte Atemgestaltung — von beruhigend bis belebend. Empfangen, Halten, Geben — medizinisches Wissen, dein Weg.

Loslassen

Reflexion, Patientenverfügung — bewusst loslassen, selbstbestimmt entscheiden.

Die Vision

Als Arzt sehe ich täglich, wie Menschen am Ende ihres Lebens mit Fragen ringen, die sie längst hätten stellen können. shii · haa verbindet deshalb Atemgestaltung mit vorausschauender Planung — Patientenverfügungen, die nicht aus Angst entstehen, sondern aus Klarheit.

Erst atmen, dann reflektieren, dann entscheiden. In dieser Reihenfolge. Bewusst leben, bewusst loslassen.

Bereit für den ersten Atemzug?

02 · Wissen

Wissen

Wissen praktisch anwenden.

Zur Atemgestaltung

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